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	<title>Helldrivers Moneypage &#187; News</title>
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		<title>Heimsuchung für ein geschundenes Land</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 00:01:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BC-Besucher</dc:creator>
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		<category><![CDATA[beben]]></category>
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		<description><![CDATA[Hunderte Tote, eingestürzte Häuser, demolierte Brücken: Das schwere Erdbeben vor der Küste Sumatras hat Indonesien hart getroffen. Erneut wird das Land die Folgen einer gewaltigen Naturkatastrophe bewältigen müssen.
Jakarta &#8211; Es ist Nacht in Padang, doch die Suche nach den Opfern des schweren Erdbebens geht weiter. Bilder, die unmittelbar nach dem Beben aufgenommen wurden und nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 374px"><img class=" " title="Erdbeben in Indonesien" src="http://www.spiegel.de/images/image-19799-panoV9-inkt.jpg" alt="AP" width="364" height="175" /><p class="wp-caption-text">AP</p></div>
<p id="spIntroTeaser"><strong>Hunderte Tote, eingestürzte Häuser, demolierte Brücken: Das schwere Erdbeben vor der Küste Sumatras hat Indonesien hart getroffen. Erneut wird das Land die Folgen einer gewaltigen Naturkatastrophe bewältigen müssen.</strong></p>
<p>Jakarta &#8211; Es ist Nacht in Padang, doch die Suche nach den Opfern des schweren Erdbebens geht weiter. Bilder, die unmittelbar nach dem Beben aufgenommen wurden und nun über die Bildschirme flimmern, lassen das Ausmaß der Katastrophe erahnen: Häuser, die beinahe dem Erdboden gleich gemacht wurden, aus einigen ragen Körperteile. Eingestürzte Brücken, weinende, völlig verängstigte Menschen, die Schutz im Freien suchen.</p>
<p>Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist das Ausmaß der Zerstörung enorm. Viele Hotels, öffentliche Gebäude und private Häuser sind demoliert, wie der Leiter des Krisenstabes im Gesundheitsministerium, Rustam S Pakaya, dem indonesischen Internetportal &#8220;detik.com&#8221; sagte. &#8220;Wir rechnen mit Schäden, die zwischen dem Grad der Zerstörung des Bebens vor Sumatra im Jahr 2004 und dem in Yogyakarta in 2006 liegen&#8221;, so Pakaya.</p>
<p>Sollte sich Pakayas Einschätzung als richtig erweisen, hätte Indonesien erneut eine Naturkatastrophe gewaltigen Ausmaßes zu bewältigen. Und es wären nicht nur gewaltige Zerstörungen zu beklagen, sondern auch ein hoher Opferzoll zu befürchten. Bei dem Seebeben der Stärke 9, das einen Tsunami auslöste, waren am 1. Weihnachtstag 2004 in Indonesien rund 170.000 Menschen ums Leben gekommen. Bei dem Beben der Stärke 6,3, das im Mai 2006 Mitteljava erschütterte, starben mehr als 6200 Menschen.</p>
<p>Indonesier leben täglich mit dem Risiko von Erdbeben. Das Inselreich in Südostasien liegt in einer der tektonisch aktivsten Regionen der Welt. Vor der Westküste Sumatras stoßen die indisch-australische und die eurasische Platte aufeinander. Die indisch-australische Platte bewegt sich etwa sieben Zentimeter pro Jahr in nordöstliche Richtung und taucht im Erdmantel ab. Die dabei entstehenden Spannungen entladen sich in heftigen Erdstößen.</p>
<p><strong>Um 17.16 Uhr bebte die Erde</strong></p>
<p>Viele Menschen waren in der 900.000-Einwohner-Stadt Padang im Westen der indonesischen Insel Sumatra gerade auf dem Heimweg, als am Mittwochnachmittag um 17.16 Uhr Ortszeit (12.16 Uhr MESZ) die Erde erneut bebte.</p>
<p>Das Zentrum des Erdstoßes mit der Stärke 7,9 lag vor der Westküste der Insel, nur etwa 50 Kilometer von der Stadt entfernt. Unter den Bewohnern brach Panik aus, viele versuchten, in höher gelegene Regionen zu fliehen. Das Beben war so stark, dass es auch in den Nachbarländern Singapur und Malaysia noch zu spüren war.</p>
<p>Der Tsunami, vor dem sich die verängstigten Flüchtenden so fürchteten und vor dem unverzüglich gewarnt wurde, trat zwar nicht ein. Dennoch sind die Schäden in Padang verheerend. Unter den Trümmern der zahlreichen eingestürzten Häuser werden noch Tausende Menschen vermutet.</p>
<p><span>Bislang ist offiziell von mindestens 75 Toten die Rede.</span> Die indonesische Katastrophenagentur rechnet aber inzwischen mit bis zu 200 Todesopfern. Am stärksten soll die Stadt Pariaman betroffen sein, die wegen ihrer Strände auch bei ausländischen Urlaubern sehr beliebt ist.</p>
<p><strong>Risiko von Erdbeben</strong></p>
<p>Die indonesische Regierung hat am Mittwochabend nach einer Kabinettssitzung erste Nothilfemaßnahmen angekündigt. Das Treffen wurde von Indonesiens Vizepräsident Jusuf Kalla geleitet, da Präsident Susilo Bambang Yudhoyono sich noch auf dem Rückflug aus den USA befindet. Er hatte in Pittsburgh am G-20-Gipfel teilgenommen.</p>
<p>Zunächst soll eine Soforthilfe von 100 Milliarden Rupiah (rund 7 Millionen Euro) zur Verfügung gestellt werden, mit denen Medikamente, Kleidung und Zeltplanen beschafft werden sollen. Außerdem werden 130 Ärzte in die Erdbebenregion geschickt. Sechs Minister und ein Team der Nationalen Katastrophenbehörde wollen Donnerstagmorgen nach Padang aufbrechen, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen. Ausländischen Experten zufolge wird Indonesien vor allem internationale Suchtrupps benötigen, die die Menschen unter den Trümmern aufspüren, da die einheimischen Kapazitäten kaum mehr ausreichen dürften.</p>
<p><strong>Uno-Team unterwegs ins Erdbebengebiet</strong></p>
<p>Auch ein Team der Uno soll am Donnerstagmorgen im Erdbebengebiet eintreffen, mehrere internationale NGOs haben ebenfalls Mitarbeiter auf den Weg geschickt. Viele internationale Organisationen sind relativ nahe am Erdbebengebiet stationiert, weil sie in der vom Tsunami zerstörten Provinz Aceh Wiederaufbauhilfe leisten.</p>
<p>Wie gut die Region aber auf dem Landweg erreichbar sein wird, ist noch nicht klar. Starker Regen, Erdrutsche und Stromausfall dürften die Anfahrt und die Rettungsarbeiten zusätzlich erschweren. Auch der internationale Flughafen von Padang ist wegen Erdbeben-Schäden vorübergehend geschlossen worden.</p>
<p>In Jakarta trat noch am Mittwochabend der sichtlich erschütterte Vizepräsident Kalla vor die Presse. Aus seinen Worten war zu schließen, dass die Nachrichten des kommenden Tages weitaus verheerender sein dürften als die des vergangenen. Das wirkliche Ausmaß des Grauens in Padang wird wohl erst bei Tageslicht zu sehen sein.</p>
<p>Quelle Spiegel.de Aus Jakarta berichtet Anett Keller</p>
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