Machtfrage Change Buchrezension

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Warum Veraenderungsprojekte meist auf Fuehrungsebene scheitern und wie man es besser machen kann, versucht der Titel “Machtfrage Change” von den Autoren Torsten Oltmanns und Daniel Nemeyer zu beantworten.

Machtfrage Change, am 10. Mai 2010 bei Campus erschienen, reiht sich in die lange Liste der Change Management-Ratgeber ein. Doch bereits der Titel weist auf einen Kernpunkt im Bezug auf die Durchfuehrung von Veraenderung hin Die Frage nach der Macht.

Welche Rolle spielt Macht?
Wer hat Macht?
Wie entfaltet Macht eine positive Wirkung auf Veraenderungsprozesse in Unternehmen?

Das sind gerade in Zeiten von Massenentlassungen und massivem Wandlungsbedarf spannende Fragen, welche Hoffnung auf ein weniger trockenes Werk aus der Kategorie “Management-Ratgeber” machen und diese bestaetigen. Die Autoren behandeln die Machtfrage im Bezug auf Veraenderungsmanagement bewusst auf eine provokante Weise. Dabei nutzen sie eingaengige Beispiele um darzustellen, wie durch Macht Veraenderungen effizient und erfolgreich umgesetzt werden koennen. Das Werk stuetzt sich auf gaengige Ansaetze des Change Managements, welche durch den Faktor Macht ergaenzen werden. Der Titel bringt zur Sprache, dass Macht im Management zu Unrecht tabuisiert unter den Tisch faellt. Macht wird in hierarchisch organisierten Unternehmen taeglich angewendet.
Die Fragen nach dem “Wie” wurden bis Dato nur selten oder gar nicht gestellt.

Entscheider brauchen Macht, um zu entscheiden. Gerade in Change Management Prozessen wird dies deutlich. So entscheidet hier der Faktor Macht ueber Effizienz und Erfolg des Change-Vorhabens.
Wer gibt die Marschroute vor?
Wer setzt den Change durch?
Wie geht der Change von statten?
Fragen die grosses Konfliktpotential in sich bergen. Nicht nur in der vertikalen, sondern auch in der horizontalen Ebene eines Unternehmens. Changeideen und Konzepte reiben sich in Konflikten und im Kompetenzgerangel auf.

Ein klarer Kurs ist existenziell fuer eine Veraenderung im Sinne der Effektivitaet, des Erfolgs und der Nachhaltigkeit. Konsensentscheidungen fuehren zu Konflikten, verwaesserten Leitlinien und wirken somit der Effektivitaet und dem Erfolg jeglicher Veraenderung entgegen. Gerade in der heutigen Zeit stellt ein Verlust von Flexibilitaet einen gravierenden Nachteil fuer ein Unternehmen dar.
Das Rezept:
Entscheider brauchen Macht, um ein Weltbild im Unternehmen als verbindlich durchzusetzen, die Unternehmensrealitaet strategisch zu definieren und systematisch ausgerichtet zu vermitteln.

Ab Kapitel 5 kommen die Autoren Oltmanns und Nemeyer zum Kernpunkt “Macht”. Das Verstaendnis von Macht und die Notwendigkeit der Macht, im Bezug auf den Entscheid von Konflikten, wird naeher beleuchtet. Es wird deutlich, warum die Rolle der Macht im Change Management aus Sicht der Autoren so eine Wichtigkeit hat. Auf Change-Praktiken unter Beruecksichtigung der angefuehrten Definition von Macht nehmen die Autoren zum Ende des Buches Bezug. In den Kapiteln 7 und 8 zeigt das Buch wertvolle Ansaetze und Moeglichkeiten, welche mit Hilfe von Macht Change-Management-Prozesse auf effektivem Wege zum Erfolg fuehren.

Den Autoren ist es gelungen, ein wichtiges Thema zu hinterfragen und mit zusaetzlichen Komponenten auszustatten. “Machtfrage Change” verdeutlicht anhand einer Auswahl interessanter Betrachtungen einen innovativen Ansatz fuer Change Management.

Gebundene Ausgabe: 214 Seiten
Verlag: Campus Verlag, Auflage: 1 (10. Mai 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3593392038
ISBN-13: 978-3593392035

http://redaktionsbuerofuerbildundtext.blogspot.com/2010/06/machtfrage-change-buchrezension.html

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